Apple TV 3 – Blu-Rays in 1080p codieren. (Handbrake Profile included…)

Anfang März hat Apple eine verbesserte Variante des Apple TV vorgestellt. Die wohl einzige Änderung ist der Austausch des Prozessors (A4 beim Apple TV 2) gegen eine Variante des A5. Durch die gestiegene Leistungsfähigkeit kann der neue Apple TV jetzt endlich Inhalte in 1080p widergeben.

Diese Qualitätssteigerung war aus meiner Sicht dringend nötig. Ich hab mich in letzter Zeit dabei ertappt, Filme wieder als Blu-Ray anzusehen statt über mein Mediacenter, dass ja auf 720p limitiert war. Die neuen 1080p sind dagegen schon ziemlich nah an der Blu-Ray

Doch vor ich die neue Qualität genießen kann, steht natürlich wieder der Schweiß, in Form des Neucodierens meiner Blu-Rays…

Dabei wollte ich dieses Mal auch die englische Tonspur mit im Film haben, was  den Weg über den Elgato Turbo H.264 HD ausschließt. Daher habe ich mich dazu entschlossen, den Codiervorgang über Handbrake abzuwickeln…

Mein Weg lautet also:

  1. Rippen der Blu-Rays mit Make MKV.
  2. Verarbeiten der Untertitel mit mkvextract (Kommandozeile, Teil von mkvtoolnix)
  3. Umwandeln/OCR der Untertitel über suprip in srt
  4. Codieren der Filme über Handbrake
  5. Zusammenbauen und Taggen der Dateien mit iSubtitle
Bei Handbrake galt es jetzt, eine annehmbare Qualität zu finden. Mein erster Versuch mit der Standardeinstellung (Qualität 20) lieferte teilweise Bitraten über 15MBit/s, was natürlich auch zu sehr großen Dateien führte. Nach einigen Sehtests entschied ich mich, die Qualität der Enddateien auf 10MBit/s zu begrenzen. Dieses Profil funktioniert bei mir auch noch auf dem AppleTV 2.
Für alle Interessierten, habe ich mal mein Handbrake-Profil exportiert.

»Handbrake Profile for Apple TV 3, 1080p

  • longtom

    Danke!
    Warum ist eigentlich die Bildausgabe bei handbrake auf 1920×1072 wenn das Original 1920×1080 ist?

    • Die 1920×1080 sind meines Wissens nach maximale Größen. Kameras, Abtaster (für Filmmaterial) usw. haben wohl oftmals „Ränder“ die sie nicht abdecken. Ebenso haben Fernseher einen „Rand“ bzw. zeigen auch nicht die vollen 1920x1080px an…

      Insofern sollten die paar fehlenden Pixel nicht ins Gewicht fallen…

      Michael

      • longtom

        Ok, aber für 1:1 Pixelmapping am Plasma/LCD wäre dann doch 1920×1080 besser.
        Bei 1072 wird ja das Bild komplett neu berechnet, nicht nur komprimiert….

        • Handbrake schneidet beim Codieren nur die nicht benutzten Bereiche weg. Außerdem sollte der Fernseher eigentlich bei geringen Abweichungen im Pixelbereich trotzdem noch 1:1 Mappen und einfach einen schwarzen Rand lassen.

          Außerdem haben die Fernseher meines Wissens eben einen „Rand“ von z.B. 10-20px wodurch sich ein sichtbarer Bereich von z.B. 1900x1060px ergibt… Wenn ich z.B. meinen Mac mini an meinen Philips  anschließe und auf 1920x1080px gehe, sieht man, dass oben die Taskbar und unten das Dock ganz leicht angeschnitten ist…

          • auch wenn das hier 6 Monate alt ist, hab ich ne Erklärung dafür: Manche Filme sind fast 16:9 (1,78:1), sie sind 1,85:1, da die schwarzen Balken auf der Blu-ray nicht mitgespeichert werden, ergibt sich 1920*1072, Handbrake rechnet ohne schwarze Ränder

  • unlovedmac

    Ich habe jetzt mal eine BluRay mit make mkv gerippt. Danach erkennt Handbreak leider den Film nicht nur die beiden Intro Logos.
    Was mache ich falsch?

    • Kannst du denn das .mkv mit dem vlc Player abspielen?

  • longtom

    btw, AppleTV 2 spielt die 1080p auch ab (mit iOS 5 zumindest)

  • unlovedmac

    Ich hab nicht auf Entschlüsseln geklickt 🙂
    Jetzt hab ich alles so weit geschaft.
    Was ich aber überhaupt nicht auf die reihe bekomme ist das mit den Untertiteln.

    • longtom

      Untertitel sind mühsam, am einfachsten gehts mit Xilisoft Video Converter Ultimate 6.

  • unlovedmac

    Wenn dann bräuchte ich was für Mac

    • longtom

      Gibts auch für Mac!
      (Ich habs)

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