[Kurztest] Nikon Konverter TC-17E II mit 70-200/2.8VR II an der D800

Vor Kurzem habe ich Nikons „Heilige Dreifaltigkeit“ mit dem Nikon 70-200/2.8VR II vervollständigen können. Damit bin ich jetzt grundsätzlich zwischen 14 und 200mm Brennweite sehr gut aufgestellt. Darüber hinaus habe ich zwar das Nikon 28-300/3.5-5.6VR, dieses lässt aber im Telebereich doch zu wünschen übrig.

Nachdem ich im letzten Urlaub das Sigma 70-200/2.8 OS mit dem entsprechenden 1,4 fach Telekonverter ausprobieren konnte, hab ich mir für das Nikon mal den TC-17EII ausprobiert. Wie der Name … naja … sagt, handelt es sich um die zweite Version des 1,7fach Konverters mit elektronischer Übertragung, also für AF-S und AF-I Objektive.

Das Objektiv

Das Nikon 70-200 selbst ist aus meiner Sicht über jeden Zweifel erhaben. Es ist scharf und der AF ist extrem schnell. Die Verzeichnung und Randabdunklung halten sich ebenfalls in Grenzen. Leider ist es – nicht unterwartet – mit 200mm nicht besonders „lang“. Da mir aber die längeren Alternativen entweder zu groß und/oder zu teuer sind, blieb mir eigentlich nichts anderes übrig, als einen Konverter zu versuchen…

Der Konverter

Nikon bietet aktuell drei Konverter an, einen 1,4fach, einen 1,7fach und einen 2fach Konverter. Die Konverter sind optische Elemente und vergrößern optisch das Bild, das das Objektiv über die hintere Linse ausgibt. Dadurch wird das Bild zum einen etwas dunkler (eine Blendenstufe beim TC-14, ein einhalb Stufen beim TC-17 und zwei Stufen beim TC-20), zum Anderen leidet natürlich die Qualität durch die Vergrößerung. Und der AF wird durch die gesunkene Anfangsblende etwas langsamer.

Die Konbination

Ich konnte die Kombination aus dem 70-200 und dem TC-17EII jetzt einige Tage testen und bin eigentlich durchaus zufrieden. Ich hab einige Bilder hier im „Labor“ gemacht, außerdem hatte ich die Kombi bei einem Ausflug dabei.

Natürlich wird die Bildqualität schlechter als ohne Konverter. Allerdings liegt die Verschlechterung absolut im erträglichen Bereich. Der Konverter liefert eine Offenblende von 4,8.


(100% Ausschnitt aus der Bildmitte bei f/4.8)

Direkt bei Offenblende ist der Kontrast noch etwas schlecht und die Schärfe liegt sichtbar hinter dem Objektiv ohne Konverter zurück. Das Bild ist hier in etwa auf Augenhöhe mit dem 28-300/3.5-5.6VR, allerdings eine halbe Blendenstufe „offener“, hat etwas mehr Kontrast und fällt zum Rand hin wesentlich weniger ab.

Ab Blende 5.6 holt die Kombination allerdings gewaltig auf und ist bei Blende 8 tadellos scharf, vom Zentrum bis zum Randbereich.


(100% Ausschnitt aus der Bildmitte bei f/8.0)

Hier noch das gesamte Bild


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Mein Fazit:

Der TC-17EII ist für mich eine schnelle, kompakte und (relativ) preiswerte Methode, die Brennweite des 70-200/2.8 auf 340mm bei f/4.8 zu erweitern. Sicherlich ist er nicht ohne Auswirkung auf die Bildqualität und den AF, allerdings halten sich diese in Grenzen und die Bildqualität ist spätestens bei f/8.0 einwandfrei.

Insofern eine eindeutige Kaufempfehlung.

Einige Testbilder im Vergleich 70-200/2.8 VRII mit und ohne TC-17EII und 28-300/3.5-5.6VR

  • Gustav

    Beeindruckend, dass das 70-200 inkl. Konverter dem 28-300 überlegen ist. Zum Glück war mein 28-300 an der D800 eh eigentlich nur ein „Städtetourobjektiv“ geplant.

    • Hallo Gustav, genauso geht’s mir auch. 😉

      Von meinem iPad gesendet

      Am 20.06.2012 um 12:37 schrieb Disqus :

      [image: DISQUS]

  • Boris Maurer

    Danke für den Vergleich. Sehr objektiv und übersichtlich aufgebaut.
    Grüsse, BM

  • Dominik

    Danke für diesen sehr guten und objektiven Test. Man findet im Internet viel Halbwissen. Ihr Test ist jedoch trotz seiner Kürze hervorragend!