[Speichersystem] Giving up on the Drobo …

Ich gebe offen zu, ich war ein Fan von Drobos. Als ich den kleinen Speicherfresser zum ersten Mal gesehen habe, war ich begeistert. Das ganze System, von der Verpackung über die Einrichtung bis hin zur Nutzung war irgendwie „Apple-like“.

Ich hab mir daher trotz des hohen Preises anfang letzten Jahres erst einen kleinen Drobo, danach dazu noch einen Drobo S gekauft und war auch am Anfang absolut begeistert und zufrieden damit. Ich hatte den Drobo S direkt am Mac als Ablageort meiner iTunes Bibliothek, und den kleinen Drobo als Backupsystem im Keller, das ich bei Bedarf kurz an den Mac steckte, um per ChronoSync die Mediendateien zu kopieren. Gut zurecht kam ich auch mit der geringen Geschwindigkeit des Drobos, die trotz FW800 schon deutlich hinter der anderer Speicherlösungen zurückblieb.

Doch dann kamen immer mehr Ungereimtheiten im täglichen Betrieb dazu. Zunächst zeigte mein Drobo S plötzlich die falsche Speicherauslastung an. Danach verfiel er in eine Art Schizophrenie in der er abwechselnd alle Lampen auf grün, dann wieder kurz auf gelb und anschließend wieder auf grün wechselte. In Verbindung mit immer wieder kurz aufblickenden roten Lichtern bei einzelnen Festplatten, war mein einziger Ausweg, den Drobo nochmals komplett zurückzusetzen und meine knapp 4TB fassende iTunes Bibliothek vom Backup zu kopieren…

Das erste ungute Gefühl der Unsicherheit stellte sich bei mir ein.

Doch es ging noch weiter. Nach dem neuen Aufsetzen des Drobos noch während dem Kopieren der Daten wurde in beiden Drobos (!) jeweils eine Festplatte als defekt markiert. In diesem Zustand hatte ich zwei „unsichere“ Drobos auf dem Schreibtisch und irgendwie das Gefühl, ohne Netz und doppeltem Boden, mit 4TB Daten, die teilweise auch nicht neu zu besorgende Privatvideos enthalten – zu jonglieren.

Das ungute Gefühl der Unsicherheit steigerte sich.

Als dann nach gut ein einhalb Wochen kopieren, Festplatten tauschen, Sicherheit wiederherstellen usw. beide Drobos wieder liefen war ich zumindest vorrübergehend beruhigt. Allerdings nicht lange. Nach erneut zwei Wochen verfiel der Drobo S wieder in seine Schizophrenie und markierte eine Platte abwechselnd als defekt, dann wieder als nicht defekt. Wieder tauschte ich die Platte und musste einige Tage warten, bis der Drobo die „Sicherheit“ wiederhergestellt hatte.

Inzwischen hatte ich das Vertrauen in den Drobo komplett verloren – zudem alle ausgetauschten Platten in anderen Drobos als i.O. markiert wurden – und ich begann, mich nach Alternativen umzusehen.

Meine Wahl fiel dann auf die Kombination aus einem MacPower/inXtron Hydra LCM als lokaler Speicher und einer Synology DS-1512+ NAS als Backup.

Beide tun jetzt seit dem Frühjahr Ihren Dienst und ich fühle mich absolut sicher…

 

  • Holger Schmidt

    Das tut mir leid, zu hören! Hier laufen beide Drobos, auch ein S und ein normaler, einwandfrei. Wäre sicher angebracht, wenn Datatrobotics deine defekten Geräte mal untersuchen könnte, damit die rausfinden, was eigentlich das Problem war; aber die werden natürlich mit getauschten Lüftern dankend ablehnen.

    Ich kann jedenfalls nachvollziehen, wie ägerlich so ein fast Datensupergau sein muss 🙁 Ich wünsch‘ dir mehr Glück mit den neuen Geräten!

    • Hallo Holger, Ich hab ja keine Daten verloren, hatte aber schon ein mulmiges Gefühl während dem kopieren und letztendlich war einfach das Vertrauen weg…

      Die Drobos bei uns im Büro laufen (unter steinalten Softwareversionen) schon seit ein paar Jahren problemlos durch… Insofern habe ich schon den Eindruck, dass Drobo hier bei den letzten Updates einiges kaputt gemacht hat, was bisher problemlos gelaufen ist…

  • Andy

    Ich habe selbst seit 2 Jahren einen Drobo und kann alles bestätigen, Finger weg von dem Teil… Es kommt häufig zu Ausfällen… Zuverlässigkeit sieht anders aus… Gute Alternative kommt aus dem Hause NETGEAR, neben BUFFALO eingach das Beste!
    Der größte Schrott ist allerdings IOMEGA, da sind mir in den letzten Jahren 2 schon komplett abgeraucht…

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