Die Sache mit dem Apple Watch Sport Armband


Ich hab sein einer Zeit eine Apple Watch am Handgelenk. Als sparsamer Mensch, und da mir das Verständnis für die höhenwertigen Ausgaben gefehlt hat (mal abgesehen vom Budget) ist es die Apple Watch Sport Edition geworden. Mit der Sport Edition kommt natürlich auch das Sport Edition Armband. Grundsätzlich eine feine Sache. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an, die Schließe funktioniert schnell und es sieht auch noch ansprechend aus.

Leider aber bin ich anscheinend mit dem Armband nicht kompatibel.

Bereits am zweiten Tag habe ich festgestellt, dass sich auf der Oberseite des Armbands an einer kleinen Stelle die matte Beschichtung gelöst hat. Im laufe der nächsten Woche hat sich diese Abnutzung aber stark ausgedehnt und war bald auf der kompletten Oberseite des Armbands zu erkennen. Die Beschichtung lies sich ohne großen Druck einfach mit einem Daumen komplett abreiben.

Also nix wie AppleCare kontaktiert, die mir auch schnell und unkompliziert (und vor allem als Vorab-Austausch) eine Ersatzuhr geschickt haben.

Doch leider brachte das nicht viel. Das neue Armband war ebenso schnell abgenutzt wie das alte. Nach zwei Wochen Urlaub war keine Beschichtung mehr sichtbar.

Diesmal machte ich mich auf den Weg in den Apple Store. Auch hier wurde mir schnell geholfen und das Armband getauscht. Doch auch das dritte Armband zeigte die gleichen Symptome. Nach einer Woche zeigte sich eine kleine Schadstelle…

Ein weiterer Anruf bei AppleCare mit einer ratlosen Mitarbeiterin und anschließender Weitergabe in den Second Level brachte dann die Möglichkeit, das Band gegen einen kleinen Aufpreis gegen ein Leder-Exemplar zu tauschen…

Ich hatte die Uhr nur im normalen Büroalltag und Urlaubsalltag im Einsatz wo große Belastungen ausgeblieben sind. Sportliche Aktivitäten waren ebenfalls keine zu verzeichnen.

[Einen Monat mit …] der Apple Watch


Ich bin kein Uhren-Träger. Spätestens seit meinem ersten Handy mit eingebauter Uhr vor gut 15 Jahren fristeten meine Uhren ein Schattendasein im Schrank. Als die ersten Gerüchte über eine Apple Watch aufkamen und als sie dann schließlich vorgestellt wurde, sah ich mich absolut nicht als Zielgruppe für das Gadget. Zu fern lag mir einfach die Idee, etwas um mein Handgelenk zu schnallen. Dennoch sollte man sich Neuem ja nicht verschließen – gerade auch da es Teil meines Jobs ist – und daher hab ich seit gut einem Monat eine Apple Watch am Handgelenk. „[Einen Monat mit …] der Apple Watch“ Weiterlesen

[Zubehörtest] EyeFi mobi pro 32GB in der D800


Wer mit einer D-SLR unterwegs ist kenn es vielleicht. Ab und zu fehlt einem die Möglichkeit, die Bilder direkt aus der Kamera zu verschicken. Inzwischen gibt es ja einige Kameras mit eingebautem WLAN, meine D800 zählt aber leider nicht dazu. Und da Apple unverständlicherweise den Kamera-Adapter auf das iPad beschränkt, schiele ich immer mal wieder zu den EyeFi Karten rüber, die seit einigen Jahren eine WLAN-Anbindung für Kameras aller Art versprechen.

Die neuste Variante ist die EyeFi mobi Pro mit 32GB. EyeFi hat damit das neue Sortiment nach oben abgeschlossen und bieten nun wieder eine Speicherkarte, die eine Unterstützung für RAW-Bilder bietet und mit 32GB ausreichend Speicherkapazität für ausreichend Bilder bietet.
Doch wie schlägt sich die neue EyeFi im Alltagstest?

Einrichtung auf dem Smartphone/Tablet

Die Einrichtung erfolgt recht einfach. Bei der Karte ist ein Kärtchen mit einem Code dabei. Darüber erfolgt die Einrichtung auf dem iPhone. EyeFi mobi app installieren, Code eingeben und entsprechendes WiFi-Profil auf dem Gerät installieren. Zusätzlich muss noch ein Konto bei EyeFi angelegt werden. Aktuell bekommt man noch unbegrenzten Cloud-Speicher für ein Jahr kostenlos zu Karte dazu. Danach kann man das iPhone mit dem EyeFi-AdHoc-WLAN  verbinden.

Einrichtung auf dem Rechner

Auch auf dem Rechner erfolgt die Einrichtung schnell und unkompliziert. Über die EyeFi Mobi App können hier der Karte zusätzlich noch Infastruktur-Netzwerke hinzugefügt werden. Diese stehen dann sowohl für die Übertragung auf den Rechner, als auch auf das Smartphone/Tablet zur Verfügung. Sollte die Karte sich nicht mit einem bekannten Netz verbinden können, eröffnet sie automatisch ein Adhoc WLAN.

Übertragungsgeschwindigkeit

Hier war bei den bisherigen EyeFi-Karten die Schwachstellen. Und auch bei der mobi Pro ist das leider nicht anders. Trotz des recht hohen Preises liegt die Speichergeschwindigkeit bei mageren 16,8 MB/s. Das ist zwar doppelt so viel wie bei der alten EyeFi Pro x2 (9,9MB/s) bleibt aber noch weit hinter aktuellen SD Karten wie der SanDisk Extreme Plus (41MB/s) zurück.

Ebenso mager überträgt die EyeFi die Daten über das WLAN. Meine Tests mit fünf RAW-Bildern mit rund 390MB liegen im Schnitt bei 5:45min, was etwa 1,2MB/s entspricht. Die Fritz!Box zeigt einen Wert von 11MBit/s WLAN-Geschwindigkeit an. Die Übertragungsgeschwindigkeit schwankt hier ebenfalls kaum in Abhängigkeit von der Entfernung zum Router. Tests zwischen 1m Entfernung bis hin zu gut 10m Entfernung mit einer Wand dazwischen lieferten nur wenige Sekunden Abweichung. Für die Übertragung der ganzen Karte mit 32GB bedeutet das eine Übertragungszeit von knapp acht Stunden. Evtl. bringen andere Kameras ohne Metallgehäuse bessere Werte, für meine Praxis ist die Karte damit aber ohne großen praktischen Wert.

Benutzung/Bedienung

Leider scheint mir das Zusammenspiel zwischen Hardware und Software bei der EyeFi nicht besonders ausgereift.

In Verbindung mit einem Smartphone/Tablet hakt die Verbindung zwischen EyeFi und Smartphone immer wieder. Das WLAN wird nicht angezeigt, die Verbindung schlägt fehl, oder die App kann einfach keine Verbindung mit der Karte aufbauen.

Die App auf dem Rechner funktioniert einigermaßen zuverlässig, allerdings muss auf jeden Fall das WLAN aktiviert sein. Die App verweigert den Kontakt zur Karte, wenn der Rechner per LAN mit dem Netzwerk verbunden ist.

Abgesehen davon ist vor allem ein Punkt für mich entscheidend: Leider kenn die EyeFi keine selektive Übertragung von Bildern. Es können immer nur alle Bilder übertragen werden. Meine Idee, nur eine Hand voll ausgewählte Bilder auf das iPhone zur Weitergabe zu übertragen und den Rest am Laptop zu bearbeiten ist damit schon gestorben. Zudem konnte ich der Smartphone-App bisher nicht abgewöhnen, die Bilder in die EyeFi-Cloud zu übertragen, das ist ärgerlich.

Fazit:

Auch diese Version der EyeFi-Karte ist nix für mich. Die hakelige Verbindung zum Smartphone/Tablet und die langsame Verbindung zum heimischen WLAN sind nervig, die langsame Speichergeschwindigkeit der Karte selbst unverständlich. Dazu kommt die Alles-oder-Nichts Lösung in der App, die einfach nicht zu meinem Anwendungsfall passen will.

Insofern: Zurück geht sie…

Einen Überblick weiterer Kartengeschwindigkeiten in der D800 gibt’s hier… 

[Standpunkt] Das hätte es unter Steve Jobs nicht gegeben? Doch!


In letzter Zeit müsste man als iPhone Nutzer, vor allem als iPhone 6+ Nutzer viele dumme Fragen aushalten. Grund sind die Idioten, die für 15min Ruhm ihr iPhone verbiegen Nutzer, die über verbogene Geräte klagen, die herausstehende Kamera, das kaputte 8.0.1 Update und das scheinbar verspätete Update des iPhones mit NFC und größerem Bildschirm.
Oft kommt dann auch gleich noch ein “Sowas hätte es unter Steve nicht gegeben!” hinterher. Daher hier mal eine (unvollständige) Aufstellung aller “Dinge”, die es auch unter Steve Jobs gegeben hat…

1. Die Apple USB Mouse “Puck” von 1998

Den Anfang macht die USB-Mouse von 1998. Diese Unsäglichkeit war ein Fremdkörper in jeder Hand. Sie war unmöglich zu halten, viel zu leicht, die Taste wirkte billig und der Druckpunkt war unter aller sau. In der gleichen Liga spielte…

2. Die Mighty Mouse

An sich eine gute Idee die üblichen Scroll-Räder durch einen 360° Kugel zu ersetzen. Leider hatte die Maus jetzt halt “oben” das Problem, das bisherige Mäuse “unten” hatten. Die Kugel verdreckte viel zu schnell und war auch nicht entnehmbar und damit nur mit übelsten Tricks zu reinigen. Dafür war die Maus auch noch recht teuer.

3. iPod mini in gold


Das geht an alle, die beim iPhone 5 in Gold die “das hätte es mit Steve nicht gegeben”-Karte gespielt haben: BÄM!

4. iPod nano (1.Generation)

Das eigentlich ganz hübsche Gerät hatte ein Problem: Es zerkratzte quasi in dem Moment, in dem man es von der Kunststoffhülle befreite. Apple wurde zu Millionenzahlungen verklagt. Außerdem gab es gleich auch noch Probleme mit dem Akku, denn Apple dann teilweise tauschen musste.

Wo wir schon beim iPod nano sind, wer erinnert sich noch an den

5. iPod nano (5.Generation)

Keine Sternstunde der Präsentationen von Steve Jobs, als dieser sich in einer abstrusen Argumentation der Video-Funktionalität in den iPod nano verstrickte. Wer auch immer dafür verantwortlich war…

Und gleich noch einer hinterher:

6. iPod nano (7. Generation)

“Hey, packen wir doch iOS auch gleich auf den iPod nano, dann haben wir alles aus einem Guss” – “Nee, dann verkaufen wir ja keine iPod touch mehr” – “Okay, dann machen wir halt ein Touch-Interface, aber in hässlich!”. So ähnlich wird vermutlich die Produktbesprechung dieses Highlights des Interfacedesigns abgelaufen sein.

Aber bleiben wir noch ein bisschen bei der Musik und erinnern uns an

7. Das Motorola ROKR

Zwar kein Apple-Produkt, aber dennoch eine Kooperation, die unter Steve Jobs eingetütet wurde. Man nehme: ein eigentlich ganz gutes Telefon allerdings mit viel zu schwachem Prozessor und zu wenig Platz und verpasse diesem eine iTunes Anbindung und einen Fair-Play Chip. Was hat man dann? Richtig: Ein unsinniges Produkt, dass eigentlich niemand brauchen kann. Leider merkt man es Steve Jobs gleich an, wie toll er das Teil findet…

A propos Steve Jobs findet was toll:

8. MobileMe

Um es kurz zu machen. MobileMe war von Anfang an eine Katastrophe. Am Anfang brachen die Server zusammen, Daten synchronisierten nicht richtig, Daten verschwanden und die Verbindungsgeschwindigkeit war grauenhaft. Steve Jobs hat daraufhin wohl dem MobileMe Team zunächst vorgeworfen Apples Ruf zu zerstören um es anschließend größten Teils auszutauschen.

[Basteltipp] Apple TV mit Plex auf einer Synology nutzen. [Update|21.01.2015]

Ich habe bisher meine Filme ja primär auf meinem iMac mit einem Drobo 5D gespeichert und über iTunes und die Privatfreigabe abgespielt. Das hat grundsätzlich auch weitgehend problemlos funktioniert. Allerdings hat mich immer gestört, dass der Drobo 5D sogar im Ruhezustand >15W verschlingt.
Da liegt es nahe, Plex auch als Playout-Server für die Wiedergabe auf dem Fernseher zu nutzen. Erste Tests mit einem Rasberry Pi mit RasPlex waren leider nicht besonders erfolgreich und Apple wird sicher noch einige Zeit keine Apps auf dem Apple TV erlauben. Auf der anderen Seite sichere ich meine Filme zusätzlich auf einem Synology DS1512+ in der Garage. Nun habe ich seit einiger Zeit Plex auf der Synology laufen, um auch auf dem iPad meine Filme und Serien wiedergeben zu können (da Apple das mit der Privatfreigabe unter iOS einfach nicht hinbekommt…). Und nachdem Apple noch keine Apps auf dem Apple TV zulässt bleibt nur eins: Hacken!

Für das Hacken des Apple TVs gibt’s einige Anleitungen im Netz, ich habe mich an den Weg hier im Plex-Forum gehalten…

Auf der Synology

Voraussetzungen:

  • Das Synology braucht eine feste IP-Adresse: Systemsteuerung > Netzwerk > Netzwerkschnittstelle. IP-Adresse merken, DHCP ausschalten und IP-Adresse manuell eintragen (und für später noch merken).
  • HTTPS muss für den Web-Service ausgeschalten sein: Systemsteuerung > Webdienste > HTTPS Dienste für Webservice aktivieren darf nicht angehakt sein.

Dann geht’s los

  1. „[Basteltipp] Apple TV mit Plex auf einer Synology nutzen. [Update|21.01.2015]“ Weiterlesen

[Orakel] Where, Apple TV?

Apple hat seinen Online-Store überarbeitet. Neben den kleinen Design-Anpassungen der letzten Zeit gab es heute auch eine kleine aber feine Änderung: Der Apple TV ist aus der Nische als “iPod Zubehör” in eine eigene Produktlinie gerutscht. Aus meiner Glaskugel Sicht ist das das erste deutliche Zeichen, dass Apple aus seinem Hobby – wie er von Steve Jobs einst bezeichnet wurde – eine ernsthafte Produktkategorie machen will.  „[Orakel] Where, Apple TV?“ Weiterlesen

[Standpunkt] Concerning Android

Auch im zehnten Jahr der Marke Android und aller “Upgrade Alliances” zum trotz ist und bleibt die Aktualität der Software auf den Geräten das größte Problem von Android.

Es kommt für mich einfach nicht in Frage mehrere Hundert Euro für ein Gerät auszugeben, dass aller Wahrscheinlichkeit nach schon nach einigen Monaten, teilweise schon ab Verkaufsstart, nicht aktuell gehalten werden kann.

Das eigentlich erschreckende daran ist, dass es die große Masse an Nutzern offensichtlich nicht interessiert. Ansonsten würde der Druck auf die Android-Hersteller sicherlich größer sein…

[Fundstück] Falk Gärtner spricht über VFX, 3D und Kino

Als regelmäßiger Hörer von Tim Pritloves (et.al) famosem “Freakshow”-Podcast war ich angenehm überrascht, das in der Folge 121 Falk Gärtner zu Gast war. Falk ist einer der wenigen bekannten deutschen Visual Effects Artists und war u.a. bei den Effekten von Cloud Atlas beteiligt.

In der Freakshow 121 spricht er über die Arbeit als Visual Effects Artist, über 3D im Kino, warum HFR (High Frame Rate) Kopfweh macht und einiges mehr rund um’s Kino. Für alle Kino-Fans also eine absolut empfehlenswerte und unterhaltsame Stunde Informationen.

Wer mag, darf natürlich auch die restlichen 2:45h weiterhören und erfährt noch weiteres über die neuen Mac Pros im Filmeinsatz, DSL-Technik und vieles mehr!

[Basteltipp] Canon Selphy CP780/CP790/CP810/CP900 unter MacOS X 10.8 und 10.9 Mavericks nutzen

 

[UPDATE] Leider funktioniert der Tipp nicht mehr ab MacOS 10.10… :/

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich darüber geschrieben, dass Canon es nicht fertig bringt, Drucktreiber schnell für neue Betriebssysteme zu adaptieren. Inzwischen ist MacOS X 10.9 Mavericks erschienen, und weder die älteren Drucker (CP 780/790/800) noch die neuen Drucker (CP810 und CP900) bekamen bisher ein Treiberupdate dafür…

Mit etwas basteln ist es allerdings weiterhin möglich, die bestehenden Treiber auf den neuen Betriebssystemen zu nutzen und damit (soweit ich das beurteilen kann) ohne Einschränkungen zu drucken…

Vielen Dank an dieser Stelle an Tobias Rudel, der mir die Augen für eine weit einfachere Lösung geöffnet hat 😉

Wie geht’s?

1. Ihr braucht zunächst den entsprechenden Lion-Treiber (OS X 10.7) von Canon für euren Drucker. Achtung, der 10.8 Treiber von Canon ist anders “verpackt” und lässt sich (zumindest von mir) nicht entsprechend umarbeiten.

2. Das DNG öffnet man und kopiert die darin enthaltene Paketdatei auf den Desktop.

3. Darauf rechtsklicken und “Paketinhalt anzeigen” auswählen.

4. Es öffnet sich nun ein neues Finder-Fenster mit einem Ordner “Contents” in dem sich eine “distribution.dist” befindet. Diese Datei mit einem Texteditor z.B. Textedit öffnen.

5. In dieser Datei befindet sich eine einfache Funktion “installationCheck()”, die die Version des Betriebssystems überprüft. Wir löschen diese Überprüfung aus der Funktion raus, sodass am Schluss nur noch.

function installationCheck() {
return true;
}

übrigbleibt.

6. Die Datei jetzt noch speichern, fertig. Der Treiber sollte jetzt mit einem Doppelklick installiert werden können…

[Recap] Apple Event vom 10. September

Das war es also. Der gestrige Apple Event zum iPhone war schnell vorbei. Oberflächlich betrachtet war er enttäuschend. Kein revolutionäres neues Telefon, keine iWatch und auch nix neues zum Apple TV.

Zwischen den Zeilen offenbart sich allerdings einige Überraschungen bzw. ein paar altbekannte Fakten, die wohl auch in der Post-Steve-Zeit ihre Gültigkeit behalten…

Das iPhone 5s und das iPhone 5c waren bereits im Vorfeld bekannt. Anscheinend war die Versprechung von Tim Cook, man werde sich stärker um die Geheimhaltung bemühen, eine Luftnummer. Gehäuse, Features und sogar die Verpackung kursierten schon vor Wochen im Netz.

Das 5s als Flaggschiff-Modell ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinie. Es bekommt einen Fingerabdruck-Scanner, eine bessere Kamera und doppelt so viel Leistung wie der Vorgänger. Nichts besonderes. Der “Bewegungs-Prozessor” klingt interessant. Er könnte sich als Stromsparer zeigen, der banale Aufgaben wir Bewegungserkennung, Kompass usw. behandelt, ohne dass der große A7 Hauptprozessor angeworfen werden muss.

Dem 5s zur Seite steht künftig ein “billiges” Modell in Form des iPhone 5c. Wobei billig wohl breit definiert werden kann. Das 5c mit 16GB kostet 600,- EUR. Wer vermutet hat, Apple wirft ein 300,- EUR Smartphone auf den Markt, hat Apple unterschätzt. Die Aussage, es gehe nicht um Masse, sondern um Marge und Qualität, wird selten so unterstrichen, wie durch das iPhone 5c. Sicherlich würde sich der ein oder andere ein billigeres iPhone wünschen, Apple zeigt mit dem Preis aber ein unerschütterliches Selbstbewusstsein.

Und weiter?

Es war interessant zu sehen, wie sich Apple im zweiten Jahr nach dem Tod von Steve Jobs präsentiert. Der pathetischen Vortragsart von Tim Cook kann ich immer noch nichts abgewinnen. Allerdings haben mir der sichtlich zufriedene und inzwischen auch selbstbewusste Craig Federighi und die routinierte aber dennoch heitere Phil Schiller den Abend gerettet. Es war klar zu erkennen, dass da ein Team auf der Bühne steht, die den Übergang geschafft haben. Steve Jobs ist Tod, es lebe Apple.

Die vorgestellten iPhones sind wohl als erste Produkte nicht mehr durch die Hand des Apple-Gründers gegangen. Dennoch sind beide der iPhone DNA treu geblieben und punkten mit guten Ideen und ohne technische Spielereien und Ausstattungsorgien. Der Fingerscanner im 5s ist ein Beispiel. Der Kauf des biometrie-Spezialisten AuthenTec (ebenfalls Post-Jobs) scheint gut angelegt zu sein. Beim 5c zeigt der Preis überdeutlich, dass Apple sich auf keine Spielchen einlässt. Man bleibt sich selbst treu, und verkauft lieber weniger dafür teure und hochwertige Produkte, als zu einem weiteren Massenanbieter zu werden.

Insgesamt zeigt Apple, dass man das Tal überwunden hat und die Innovationsmaschine langsam wieder anläuft. Hoffen wir, dass die von Tim Cook für dieses Jahr versprochenen spannenden Produkte auch noch kommen…