[Blick über den Tellerrand] Die Fuji X-T1 aus der Sicht eines D800 Nutzers

Fujifilm X-T1Das ein oder andere Mal wird mal als Nutzer einer „Semi-professionellen“ Spiegelreflex-Kamera schon auf die Probe gestellt. Wenn man z.B. mit rund 5kg Ausrüstung bei 30° durch die Innenstadt von Rom pilgert oder ein Wochenende auf einer Berghütte angesagt ist.

In diesen Momenten schielt man dann auf die Freunde mit den kleinen Kompakten oder spiegellosen Systemkameras und fragt sich, ob das nicht auch reichen würde.

Ich hatte jetzt vor Kurzem die Gelegenheit, den aktuell wohl interessantesten Vertreter der Spiegellosen zu testen. Die FujiFilm X-T1 mit dem 18-55/2.8-4.0 Objektiv. [Blick über den Tellerrand] Die Fuji X-T1 aus der Sicht eines D800 Nutzers weiterlesen

[Zubehörtest] Reise-Stative – Leicht, stabil und billig? Choose two…

Meine AuswahlIch hatte bisher zwei Stative im Einsatz. Ein klassisches Manfrotto 190er in Alu und ein kleines Gitzo G1027 aus Carbon. Die Idee war, das Manfrotto als Allrounder dabei zu haben, wenn ich nicht auf das Gewicht schauen muss und das Gitzo als Reisestativ für’s leichte Gepäck zu verwenden. Hört sich schlüssig an, ist es aber nicht. In den letzten paar Jahren hatte ich eigentlich immer nur das Gitzo dabei, dass mir bei vielen Gelegenheiten mit seinen ~125cm Arbeitshöhe schlicht zu klein und bei Aufbauten mit D800, 70-200 und Blitz einfach oftmals zu wackelig war. [Zubehörtest] Reise-Stative – Leicht, stabil und billig? Choose two… weiterlesen

[Kurztest] ChromeCast HDMI – One to cast them all?

1926181_10202792277783389_260075274_oAuch wenn ich recht ordentlich mit Apple TVs ausgestattet bin, lohnt sich ab und zu der Blick über den Tellerrand in andere Systeme. Daher hab ich mir vor kurzem den ChromeCast von Google geshopt.

Der kleine Stick kostet um die 30-35€ und soll Teil der „Wohnzimmer-Offensive“ von Google/Android sein.

Nach einer Woche gelegentlicher Nutzung eine kurze Zusammenfassung…

Disclaimer: Ich schreibe hier aus der Sicht des Apple-Nutzers. Ich habe keinerlei Android-Geräte im Haus und kann daher nicht berichten, wie sich die Nutzung mit einem Android Tablet/Telefon verhält!

Die Einrichtung

Der ChromeCast muss  zunächst mit dem Netz verbunden werden. Google verlässt sich hier voll und ganz auf WiFi. Bluetooth ist – zumindest für die Einrichtung – wohl nicht an Bord, ebensowenig ein LAN-Anschluss. Die Einrichtung ist einigermaßen einfach.

  • ChromeCast an HDMI und USB (Strom) anschließen
  • App auf’s iPhone laden
  • iPhone ins WLAN des ChromeCast bringen
  • App starten und Daten des Haus-WLANs eintragen

Im Laufe des Prozesses läd der Stick auch gleich die aktuelle Version der Software runter. Daher dauerte der Prozess bei mir ca. 15min.

Was kann der ChromeCast?

Der kleine Stick ist (bis jetzt) ausschließlich als Empfänger von Medien von anderen Endgeräten gedacht. Das heißt, er hat derzeit keinerlei App-Speicher oder andere „Intelligenz“ an Bord. Er kann nicht über eine Fernbedienung (oder HDMI-CEC) gesteuert werden, sondern ist voll und ganz auf eine „höhere Macht“ in Form einer App auf einem mobilen Endgerät angewiesen.

Das bedeutet auch, die App muss den ChromeCast unterstützen. Bei mir beschränkte sich das derzeit auf Plex , YouTube und Watchever. Amazon Instant Video bleibt derzeit (noch?) außen vor.

Leider (aber offensichtlich) kann der ChromeCast auch nicht als Airplay-Empfänger dienen. Das bedeutet, dass auch die internen iOS Apps (Bilder, Video, Musik) keine Daten an den Stick schicken können. Schade.

Fazit…

Der ChromeCast ist vor allem eins: Billig. Mit unter 35,- EUR reisst er kein großes Loch in die Kasse. Allerdings ist sein Nutzen begrenzt. Jegliches Abspielen von Medien muss durch ein Endgerät initiiert werden. Der Stick selbst, kann nicht „gesteuert“ werden und hat auch keinerlei direkte Anbindung an Plex- (oder DLNA-) Server an Bord, ebenso wenig kann er direkt auf Google Play Music, Videos usw. zugreifen.

Und gerade hier hätte ich von Google mehr erwartet. Denn hier liegt die schwäche des Apple TV, der sich komplett auf die eigene Infrastruktur verlässt und keinerlei alternative Medienserver zulässt, es sei denn, man verlässt sich auf dubiose Hacks.

Der ChromeCast ist sicherlich eine Überlegung für alle, die nur mal eben ein YouTube-Video auf den Fernseher bringen wollen oder Filme von den derzeit unterstützen Diensten (Maxdome, Watchever, Plex) anschauen wollen und dabei kein Problem haben, dass alles von einem Smartphone oder Tablet aus gesteuert wird.

Er ist nichts für Leute, die bereits einen Apple TV haben, in der Apple-Welt leben oder eine eigenständige „Set-Top-Box“ suchen, die ohne ein Smartphone/Tablet sondern einfach mit einer Fernbedienung auskommen soll.

[Zubehörtipp] One to connect them all! – LTE-WLAN Router Huawei E5776

Huawei E5776Um die ruinösen Preise der Telekom für das Datenroaming im Ausland zu vermeiden, hole ich mir eigentlich vor längeren Aufenthalten außerhalb des heimischen Netzes eine Prepaid-Datenkarte des Aufenthaltsland. Und um mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Internet zu verbinden stecke ich die dann in eine MiFi Hotspot.

Bisher tat bei mir ein Trekstor-gelabelter Huawei E5 WLAN Hotspot seinen Dienst. Zuverlässig, relativ ausdauernd und einigermaßen schnell. Allerdings ohne in den Genuss von 4G/LTE zu kommen.

Dafür hab ich mir jetzt einen neue „Mobile WiFi Hotspot“, den Huawei E5776 besorgt.  [Zubehörtipp] One to connect them all! – LTE-WLAN Router Huawei E5776 weiterlesen

[Basteltipp] Canon Selphy CP780/CP790/CP810/CP900 unter MacOS X 10.8 und 10.9 Mavericks nutzen

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich darüber geschrieben, dass Canon es nicht fertig bringt, Drucktreiber schnell für neue Betriebssysteme zu adaptieren. Inzwischen ist MacOS X 10.9 Mavericks erschienen, und weder die älteren Drucker (CP 780/790/800) noch die neuen Drucker (CP810 und CP900) bekamen bisher ein Treiberupdate dafür…

Mit etwas basteln ist es allerdings weiterhin möglich, die bestehenden Treiber auf den neuen Betriebssystemen zu nutzen und damit (soweit ich das beurteilen kann) ohne Einschränkungen zu drucken…

Vielen Dank an dieser Stelle an Tobias Rudel, der mir die Augen für eine weit einfachere Lösung geöffnet hat 😉

Wie geht’s?

1. Ihr braucht zunächst den entsprechenden Lion-Treiber (OS X 10.7) von Canon für euren Drucker. Achtung, der 10.8 Treiber von Canon ist anders „verpackt“ und lässt sich (zumindest von mir) nicht entsprechend umarbeiten.

2. Das DNG öffnet man und kopiert die darin enthaltene Paketdatei auf den Desktop.
mpkg Datei aus dem Image auf den Desktop kopieren.

3. Darauf rechtsklicken und „Paketinhalt anzeigen“ auswählen.
Mit der rechten Maustaste "Paketinhalt anzeigen" auswählen.

4. Es öffnet sich nun ein neues Finder-Fenster mit einem Ordner „Contents“ in dem sich eine „distribution.dist“ befindet. Diese Datei mit einem Texteditor z.B. Textedit öffnen.
Im Ordner Contents die Datei distribution.dist mit Textedit bearbeiten.

5. In dieser Datei befindet sich eine einfache Funktion „installationCheck()“, die die Version des Betriebssystems überprüft. Wir löschen diese Überprüfung aus der Funktion raus, sodass am Schluss nur noch.
Die Funktion installationCheck() ab Zeile 10 bearbeiten und den Inhalt...

function installationCheck() {
return true;
}

übrigbleibt.
... bis auf "return true;" rauslöschen.

6. Die Datei jetzt noch speichern, fertig. Der Treiber sollte jetzt mit einem Doppelklick installiert werden können…

 

[Kurztest] Sonos Play:1 mit Sonos Bridge

2013-11-05 23.53.35Ich bin seit einiger Zeit auf einer Lösung, grundsätzlich mal meine Musikwiedergabe in Küche, Bad und in meinem Büro geregelt zu bekommen.

Momentan hab ich in der Küche und im Bad ein Tivoli, im Bad ist daran zusätzlich noch eine Airport Express angeschlossen um Inhalte vom iPhone abspielen zu können. Im Büro steht bisher kein Radio, ich habe dort eigentlich immer mit Kopfhörer oder iPhone Lautsprecher gehört.

Das sollte sich jetzt ändern. Grund für den Anlauf  war das Angebot von Sonos, das zu den Play: (1,3,5)-Lautsprechern kostenlos eine Songs Bridge dazugibt. Die Bridge braucht man, als Zugang zum „System“, wenn sich in der Nähe der Play-Lautsprecher kein Netzwerkanschluss befindet.

Also flugs die Play:1 mit der Bridge bestellt und durch Glück von amazon.de auch schnell geliefert bekommen…


Um es kurz zu machen: Ich hab das Play:1 nach einem Tag wieder verpackt und schicke es zurück. So gut es mir optisch gefallen hat, so gut es auch verarbeitet war und so gut es auch geklungen hat. Das System ist für Nutzer, die ihre Audio-Inhalte in Cloud-Diensten liegen haben, schlicht nicht geeignet.

Meine Anforderung:

  • Meine Musik ist in der iTunes Cloud bzw. in iTunes Match
  • Ich hab ein Audible-Abo, dass ich derzeit über die iPhone-App nutze
  • Ich höre meine Podcasts über Instacast

Ich habe meine Musiksammlung nicht auf meinem Rechner im Büro oder auf einem Server. Ich verwalte meine Podcasts und Hörbücher auch nicht in iTunes sondern nutze mein iPhone einfach als „Master“, um Inhalte abzurufen bzw. abzuspielen.

Sonos will aber grundsätzlich auf die physikalischen Dateien zugreifen.

No Music for You!

Das fängt im Kleinen damit an, dass der Sonos Player auf dem iPhone keine Songs von iTunes Match abspielen kann. Die Songs werden zwar z.B. in Playlists dargestellt, bleiben aber ausgegraut und nicht abspielbar. Das können andere, alternative Musicplayer wie z.B: Groove aber problemlos, daher glaube ich hier einfach an ein Versäumnis von Sonos.

Podcasts is nicht

Podcasts funktionieren nur, wenn der Anbieter des Podcasts seinen Dienst in das Sonos-Verzeichnis aufgenommen hat. Und die Podcasts dürfen nicht in AAC, sondern nur in MP3 vorliegen, da Sonos in sog. RadioStreams kein AAC unterstützt

Audible: Fehlanzeige

Bildschirmfoto 2013-11-05 um 23.55.46

Ähnlich übel sieht es bei audible aus. Eigentlich sollte Sonos zumindest (in iTunes) heruntergeladene Hörbücher von audible abspielen können. Voraussetzung ist hier das „Audible Format 4“, was schon ziemlich an der Grenze zu „unmutbarem Langwellenklang“ ist und die Freischaltung des Sonos Players für audible.

Letzteres hat bei mir einfach nicht funktioniert, obwohl ich es mehrmals versucht habe. Aber auch bei einer gelungenen Anmeldung bleibt das Problem, dass sich die Abspielpositionen der Hörbücher niemals korrekt z.B: mit dem iPhone Musicplayer oder gar der Audible-App abgleichen können. Mal ganz abgesehen davon, dass ich keine Lust hätte, die Hörbücher erst in iTunes herunterzuladen und dann auf’s iPhone zu synchronisieren – und dann auch noch in schlechterer Qualität…

An dieser Stelle war das Sonos für mich dann auch gestorben.

Positives?

Das Sonos-System hat sicherlich auch seine Vorzüge. Die Grundidee ist ja, ein einfaches Musiksystem für mehrere Räume zu bieten. Und das traue ich Sonos absolut zu. Die Einrichtung der Lautsprecher und der Bridge waren schnell geschehen. Die paar Musiktitel, die ich auf’s das iPhone heruntergeladen hatte wurden problemlos gefunden und abgespielt. Ebenso schnell funktionierte die Einbindung auf dem Mac.

Meinen UPnP-Server (Synology DS-1512+) wollte das Sonos allerdings nicht finden, eine Einbindung per Datei-Freigabe auf meinen iTunes-Ordner hat allerdings funktioniert.

Im Sonos Verzeichnis waren alle nennenswerten Radiosender vertreten und die Einbindung von last.fm hat auch geklappt.

Der Klang des Sonos ist absolut überzeugend. Schon der kleinste Lautsprecher dreht ordentlich auf, ohne zu aufdringlich zu wirken. Klar ist das Teil mono, füllt aber dennoch gut einen Raum… Die Verarbeitung ist hochwertig und das Design gefällt mir auch. Insofern gibt es hier auch nichts auszusetzen.

Fazit!

Naja, wie ganz am Anfang gesagt passt das Sonos einfach nicht in meine Cloud-basierte Audiowelt. Nicht mehr, und auch nicht weniger. Das System an sich funktioniert und bietet – für alle, die Ihre Songs in iTunes verwalten, ein last.fm/rdio/spotify-Abo haben oder die Songs über den Windows Mediaplayer oder einen Rhapsody uPnP-Server anbieten – eine tolle Möglichkeit Musik in einen oder mehrere Räume zu bekommen.

Für mich ist es aber nix. Hätte ich vielleicht vorher wissen können, ich wollte das Sonos aber trotzdem mal ausprobieren…

Ich für meinen Teil werde jetzt mal ein Auge auf die Airplay-fähigen Lautsprecher werfen…

PS: Airplay könnte das Sonos theoretisch auch… Allerdings braucht man dafür entweder einen Sonos Play:5 (~400€), einen Sonos Connect (~350€) oder einen Sonos Connect:amp (~450€). Was mir für meine Anwendung einfach zu teuer ist. Evtl. hätte ich mich noch darauf eingelassen, eine Airport Express an die Bridge zu klemmen. Die kann aber leider keinen analogen Eingang verwalten…